DER INHALT
Der Eineurotragödie erster Teil: Archäologie
Erik, der Kolporteur, der Debütroman von M6services, erzählt eine Welt, die ungewiss ist. Sie ist aufgebaut aus Botschaften, aus Faxen im Sinne des antiquierten Gerätes zur Übermittlung von Informationen (und auch, hie und da, im Sinne der Späße). Figuren kommen in diesen Faxen vor – am prominentesten das Trio Erik, Keno und Lucy sowie der Antagonist Rachegeyst – und Würzburg als Handlungsort. Die Faxe erreichen uns aus verschiedenen Zeiten, der Vergangenheit, Gegenwart – sogar der Zukunft; erzählen vom Kampf um Anerkennung, Emanzipation, Solidarität. Nähern Sie sich einem Autoren an, der sich so weit aus dem Fenster lehnt, dass er immer kurz vorm Fallen zu sein scheint, dann aber doch schwebt, was er schon mit seiner Lyrik in »Die Heiligenscheibe« bewiesen hat und nun auch in eigenwilliger Romanform zeigt.
Text: Rick Lupert